Aspara präsentiert

Alois Kabel“


Premiere: 20. Oktober 2011, 20 Uhr, TiK Dornbirn, Jahngasse 10, 6850 Dornbirn
Weitere Aufführungsdaten: 21. & 22. Oktober 2011, 20 Uhr
Karten: info@aspara.org | 0699 10 123 030 | Eintritt: € 15,- / 10.- / 7,- Schüler/Studenten/AMS

Alois ist 59 und lebt allein. Alois ist ziemlich nostalgisch. Er liebt die mechanischen Meilensteine der Menschheit, da kennt er sich richtig gut aus. Aber Alois ist auch umgeben von Computer, Smartphone und Wireless. Die neue Welt der Telekommunikation, die verlockend ein Ende der Einsamkeit verspricht. Und das möchte Alois doch...

Die Aspara Company hinterfragt mit ihrer neuen Performance „Alois Kabel“ den alltäglichen Umgang mit der immer schneller werdenden Kommunikationstechnologie. Wie kommuniziert die junge Generation, wie begreifen das die Älteren? Welche neuen sozialen Umgangsformen wachsen daraus in unserer Gesellschaft? Per SMS Schluss machen, 1.000 Facebook-Freunde haben und dennoch alleine zuhause zu sein, sheint ein Phänomen der Gegenwart zu sein. Das Stück „Alois Kabel“ stellt mit Schauspiel, Tanz und Musik das Paradoxon der modernen Kommunikation dar und wagt einen Blick auf die Auswirkungen von Social Media & Co.


Mitwirkende

Robert Kahr (Alois Kabel) | Schauspiel
Rusty Lester (Memo) | Tanz
Martin e Greil (Muse)| Musik / Video
Sophie Paratte | Konzept / Regie / Video

Die Story
Alois Kabel ist schon ein etwas älterer Herr, lebt allein und genau darum sind ihm seine Kontakte zur Außenwelt wichtig. Aber irgendwie hat Alois den Anschluss verpasst. Die neue mediale Welt ist spannend und verspricht viel, ist aber gar nicht so einfach, zu verstehen.

Er versucht, dran zu bleiben und liest Handbücher und Gebrauchsanweisungen. Der Kommunikationsaustausch auf der virtuellen Ebene fordert Alois alles ab, er dreht sich wie ein Hamster im Rad. Das gibt aber auch Energie. Es ist wirklich etwas los in dieser Welt. Aber wie fühlt sich Alois, wenn er abends alleine ins Bett geht?

Und da ist auch noch Memo, Alois´ Vergangenheit. Memo mit all seinen Erinnerungen an die gute alte Zeit, in der Kommunikation meist von Angesicht zu Angesicht stattfand. Memo hat das nicht vergessen und er findet gar nicht so gut, was heutzutage passiert.

Aber Muse ist auch noch da. Muse ist Profi, er kennt sich dem verlockenen Neuen aus. Er hilft Alois, wo er kann und macht ihn mit den aktuellen elektronischen Geräten vertraut und weiht in in die Welt der neuen Medien ein.

Hintergrund
Neben der kritischen Betrachtung der modernen Kommunikationstechnologie, stellt die Aspara mit „Alois Kabel“ auch verschiedene Realitäten einander gegenüber. Das Faktische trifft auf das subjektiv Erfahrbare. Zum Protagonisten Alois mit seinen Bedürfnissen und Wünschen gesellt sich seine Vergangenheit, verkörpert durch Memo. Memo ist der Kontrapunkt, er soll die neue Technologie und Art von Kommunikation hinterfragen. Er steht für den „wahren“ Kommunikationsaustausch zwischen Menschen, ohne Leinwand oder Display dazwischen. Als Schattenfigur von Alois ist Memo nur virtuell, als Videoprojektion zu sehen.
Muse, der Technikfreak und Profi, stellt die objektive Realität dar. Muse unterstützt die Handlung auf der Bühne, indem er seine Musik live spielt und teilweise spontan kreiert. Der Soundtrack wird mit Hilfe von alter und neuer Technologie produziert. Die Musik wird sowohl mit elektronische Geräten (iPhone, Computer, Software) als auch mit Instrumenten und alten Geräten (alte Telefone, Handys, Schreibmaschine, usw) komponiert.

„Alois Kabel“ hat die Palette der Vor- und Nachteile moderner Kommunikation im Blick. Muss das Neue immer gut und das Alte immer schlecht sein? Ist es wichtig, sich zu entscheiden, ob man noch mitgehen möchte mit der Entwicklung? Kann man sich überhaupt noch entscheiden?

Mitwirkende
Robert Kahr - Schauspiel (Alois Kabel):
Robert Kahr; geb. in Hard Vorarlberg. Ausbildung zum Chemielaborant, verschiedene Tätigkeiten als Bühnenmaler und Bühnenarbeiter, Schauspielschule Krauss in Wien, Schauspielseminar bei Walter Lott, u.a. LT (Vlbg.), TaK (Liechtenstein), Projekttheater (Vlbg.), Bregenzer Festspiele, Theater Kosmos (Vlbg.), Theater zum Fürchten (Wien), Ensemblemitglied u.a. hier:
Schauspielhaus (Graz), Ensembletheater (Wien), Stadtpark Theater (Graz), Theater
Brett (Wien), Die Kiste (Tirol / Vlbg.),Theater Phoenix (Linz), seit 2009 Leitung
Theater Wagabunt

Rusty Lester – Tanz (Memo):
(geb. 1956), Tanzpädagoge (B.A. in USA). 1976 begann er sein Tanzstudium in den USA. Es folgten Auftritte mit verschiedenen Tanzkompanien, u.a. auch mit der von ihm mitbegründeten "New Moves Dance Company“.

Nach seiner Übersiedlung nach Deutschland begann er ab 1984 als Dozent an der Schule für Tanz und Therapie in Monheim zu unterrichten. Von 1987–1990 leitete er die von ihm mitbegründete Tanzabteilung des Zentrums für Tanz und Therapie in Köln. Bis 1997 wirkte er in zahlreichen Produktionen als Tänzer/Choreograph (mit Frey Faust, Donna Perilli, Eva Gueke, u.a.) mit.

Seit 1991 leitet er auch Performance Projekte.

Taiji und Qigong studiert er seit mehreren Jahre; u.a. hat er eine Ausbildung abgeschlossen (Schule für Taiji & Qigong, Zürich).
In Verbindung mit seinem Tanztechnik-Stil hat er daraus einen neuen Tanzstil entwickelt, den “Taiji-Tanz“.

Martin e Greil – Musik/Video (Muse):
Performer, Soundcomposer, Singer/Songwriter etc., studierte Klassik und Fusion Musik am

American Institute of Music in Wien. In den 90er Jahren Touren mit verschieden Bands, Aufenthalt in Liverpool und Studium bei Paul McCartney. Lehrtätigkeit an der John Moores University Sonic Art (Klangkunst), Design am Liverpool Institute for Performing Arts, sowie Klangkunst an der Fachhochschule in Dornbirn. Seit 2000 MeG Atelier for Sonic Responsibility - Ton Studio (Songs für Bands, Werbung, Film, Theater und Performances).

Sophie Paratte – Konzept/Regie/Video
Ihre Qualität als Tänzerin und Choreographin erlangte Sophie Paratte durch die Ausbildung am Liverpool Institute for Performing Arts sowie in der Schweiz und Frankreich. Als Tänzerin arbeitete sie mit Stephen Koplowitz (Dance Umbrella 98), Paula Hampson, Andrea Buckley und Common Ground Sign Dance Theatre. Im Jahr 1999 gründete Sophie Paratte Aspara Company. Als künstlerische Leiterin des ersten Projekts „Vacuum Timeline“, hat sie auch alle anderen Aspara Stücke choreographiert. Innerhalb von Aspara beschäftigt sie sich nicht nur mit Tanz, sondern auch mit Video Projektionen und digitaler Animation. Als Gastlehrerin unterrichtete sie an der Liverpool John Moores University und dem Liverpool Institute for Performing Arts.

Mirjam Steinbock – PR/Management
Mirjam erlernte nach dem Abitur das Goldschmiedehandwerk und absolvierte eine zweite Ausbildung im kaufmännischen Bereich. 2007 entdeckte sie den Zeitgenössischen Tanz für sich und tauchte neben dem Amateurtanzen auch organisatorisch in die Kunst- und Kulturszene ein. Sie sammelte Erfahrungen beim Feldkirch Festival, beim tanz+ Festival in Liechtenstein und im KUB Bregenz. 2008 übernahm Mirjam die Produktionsleitung der tanz kollektion von netzwerkTanz Vorarlberg, seit 2011 ist sie Geschäftsführerin des Vereins. Mirjam unterstützt bei Festivals und in der freien Tanzszene in Produktion und Management.

Die Company
Die neue Performance der Aspara Company nutzt multimediale Elemente als festen Bestandteil des storytellings. Aufgrund ihrer jahrelangen Erfahrung in der Umsetzung von Performance-Projekten traut sich die Aspara Company mit dieser Produktion an eine große technische und darstellende Herausforderung: der Verschmelzung von realem und virtuellem Spiel.

Seit 2000 realisiert die Aspara Company spartenübergreifende Performance-Projekte für Bühne, öffentlichen Raum und Installation. Die Gründer Sophie Paratte, Martin e Greil und Armin Sengenberger, die seit ihrer Studienzeit am „The Liverpool Institute for Performing Arts“ miteinander arbeiten, ließen sich vom Bauhaus der 20er Jahre inspirieren und lassen in ihren Produktionen zeitgenössische Kunsttendenzen und gesellschaftliche Strömungen einfließen. Als erfahrene Bühnen- und Multimedia-Performancegruppe, die innovative Ideen professionell umsetzt, gehört die Aspara Company mittlerweile zum festen Bestandteil der kulturellen Landschaft Vorarlbergs.

Rückfragen und Infos:

Mirjam Steinbock

0680 2005031 | mirjam.steinbock@gmx.net